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Haus D
Durchblick Haus D+B
Haus C+D
Ansicht Haus C+A

Neubau vier Mehrfamilienhäuser mit Einstellhalle
Haus C+D Bündtenmattstrasse 36 und Dorenbachstrasse 63 in 4102 Binningen

Planung und Ausführung: 2013- Ende 2017

 

Die am nördlichen Rand Binningens direkt an Basel-Stadt gelegenen Flure Bündtenmatt und Holeerain erfahren derzeit, bedingt durch die Neuordnung des Zonenreglements und der damit verbundenen Umzonung, einen Wandel weg von den bisherigen Geschäftsnutzungen, hin zu einem (fast) ausschliesslichen Wohnquartier.

Zudem besteht eine gute Anbindung (ÖV) an das Zentrum Binningens und Basel-Stadt.

Die geplanten vier Mehrfamilienhäuser entstehen inmitten dieser Wandlungszone.

 

Durch die Einbeziehung mehrerer Parzellen und die Winkelform der geplanten neuen Baukörper konnte bautypologisch ein kleines Quartier entwickelt werden. Durch die Stellung der Gebäude entsteht ein Innenbereich, der den Bewohnern zur Verfügung steht und auch die Privatgärten der Erdgeschosswohnungen aufnimmt. Die halböffentlichen Freiräume werden landschaftsgärtnerisch beplant und sollen als ruhiger Treffpunkt der Bewohner dienen. Es sind neben Erschliessungswegen auch kleine Platzanlagen vorgesehen, welche langsam in Pflanzbereiche übergehen oder von Hecken der Privatgärten eingefasst werden.

 

Die Neubauten variieren in Grösse und Geschossigkeit (drei Geschosse mit oder ohne Attikageschoss, 4, 6 und 11 Wohneinheiten), so dass Blickbezüge zur Umgebung möglich bleiben und eine gute Belichtung geschaffen wird.

Der Innenbereich ist komplett autofrei geplant, die Einfahrt der Einstellhalle befindet sich an der Dorenbachstrasse in der nordöstlichen Ecke der Bauparzellen. Die Besucherparkplätze sind jeweils entlang der Dorenbachstrasse und der Bündtenmattstrasse angeordnet. Der Zugang zu den Gebäuden erfolgt über den Innenbereich, welcher über behindertengerechte Rampen (Bündtenmattstrasse) oder ebenerdig (Dorenbachstrasse) erschlossen wird.

 

Alle Baukörper sind in Form und äusserer Erscheinung ähnlich konzipiert ohne jedoch uniform zu wirken. Hierfür sorgen die unterschiedlichen Grössen und Geschossigkeiten ebenso wie das Fassadenkonzept. Die Fassade besteht hauptsächlich aus dunklen Metallflächen, Teilflächen zwischen den Fenstern werden jeweils mit hellen Fassadentafeln verkleidet. Durch die freie Anordnung der beiden Fenstertypen und das so entstehende Wechselspiel heller und dunkler Flächen wird ein spannender Gesamteindruck erzielt. Weiter bietet diese Art der Fassade die Möglichkeit, flexibel auf Nutzerwünsche zu reagieren, ohne dass die äussere Erscheinung merkbar verändert wird.

Zusätzliche Abwechslung erfährt das Fassadenbild durch die Balkone/Loggien, die jeweils in unterschiedlicher Ausrichtung an den Gebäudeecken angeordnet sind.

Jede der insgesamt 32 Wohnungen (10 WE in Vermietung und 22 WE im Eigentum) verfügt über eine Loggia oder einen gedeckten Balkon. Zu den Erdgeschosswohnungen gehört jeweils zusätzlich ein Privatgarten, die Attikawohnungen erhalten grosszügige, in Teilbereichen gedeckte Terrassen.

Jedes der vier Gebäude wird in Minergiebauweise (zertifiziert) und behindertengerecht ausgeführt.

 

Im Inneren der Baukörper ergeben sich u.A. durch die Winkelform Wohnungen unterschiedlicher Grösse. Die Grundrisse der Eigentumswohnungen erhalten durch die gewählte Tragstruktur Offenheit und Flexibilität. Materialien und Farben des Innenausbaus werden zusammen mit den Eigentümern der Wohnungen festgelegt.

Die Farbgebung von Wänden, Fenstern, Boden- und Möbelmaterialien sowie die Verlegemuster der Platten an Wand und Boden werden individuell pro Wohnung entwickelt und aufeinander abgestimmt.